In Freiheit gelebte Partnerschaft

Die Diskussion um Ehe, Familie und Single­dasein wird vorwiegend unter Aspekten der indivi­du­ellen Lebens­ge­staltung geführt. Indivi­duelle Freiheit wurde möglich durch den wohlstand­ba­sierten Fürsor­ge­staat. Seitdem wird die sexuelle Beziehung zwischen Menschen nicht mehr im Zusam­menhang überle­bens­not­wen­diger Struk­turen einer Gesell­schaft gesehen.

Psycho­logen sprechen von roman­ti­scher Liebe. Unter­tä­nigkeit aufgrund gesell­schaft­licher Rollen­ver­teilung ist irrelevant. Gesucht wird das Lebens­glück des orgas­ti­schen Augen­blicks. Ein flüch­tiger Moment. Nicht jedem gelingt der Übergang und die Ausweitung zu einer dauer­haften Lebens­ge­mein­schaft in Gebor­genheit und Harmonie. Das ist indes die unerfüllte Sehnsucht

Regle­men­tierte Sexua­lität als Überlebensstrategie

Bis vor wenigen Jahrzehnten war die Mitglied­schaft in einer Gruppe, vornehmlich in Ehe und Familie, für das Überleben entscheidend. Empfunden wurde diese Zugehö­rigkeit im Laufe der Geschichte indes von nicht wenigen als Einschränkung der persön­lichen Freiheit. Denn es herrschte das Famili­en­ober­haupt, der Patriarch.

Die Gruppe sorgte für die nachwach­sende Generation und die ältere Verwandt­schaft. Die Erträge der Wirtschafts­leistung mussten die materi­ellen Bedürf­nisse befrie­digen. Hinzu kommen musste Wehrhaf­tigkeit bezie­hungs­weise Vertei­di­gungs­fä­higkeit. Denn seit jeher gilt, sich gegen die wehren zu können, die andere unter­drücken wollen.

Freiheit in Liebe leben

Heute bestimmen andere Gesell­schafts­struk­turen das Leben. Wir brauchen eine Berufs­aus­bildung, einen Arbeits­platz, Sozial­ver­si­che­rungen und vieles mehr. Der technische Fortschritt verändert ständig unseren Alltag. Schnel­le­bigkeit und steigende Komple­xität überfordern viele von uns, machen fortwährend Stress. Was wir wollen, ist zukunfts­si­cherer Wohlstand.

Ohne Flexi­bi­lität und Mobilität geht das nicht. Die Lebens­ar­beitszeit wird erhöht. Das ist möglich geworden, weil die Lebens­er­wartung immer höher angesetzt werden kann. Das alles ist jedoch für Ehe und Familie zum Problem geworden. Denn in ein und derselben Partner­schaft auf Lebenszeit wird das nicht von allen durch­ge­standen. Gleich­zeitig Beruf, Partner­schaft, Kinder?

Dann: Das Wissen um die Funkti­ons­weise der Geschlechts­hormone im Verbund mit Kreislauf, Stoff­wechsel und der zugeord­neten Gehirn­areale nimmt unauf­hörlich zu. Das erklärt viele bisherige Verhal­tens­weisen und macht neue möglich. Viele von uns verwirrt das. Esote­ri­sches Denken soll helfen, nicht in Orien­tie­rungs­lo­sigkeit zu verfallen.

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