Warum SINNphOLL?!

Nach meinem Abitur: Auf eigene Faust die Welt erkunden, selbst­be­stimmt lernen, Methoden und Hilfs­mittel heraus­finden, um Neues schnell aufzu­nehmen. Ein konkretes Berufsziel? Nein, eher eine Richtung: Ich wollte wissen, wie mein Umfeld funktio­niert. Also: Wirtschafts- und Sozial­wis­sen­schaften.

Ich kam dahinter: Herr seiner selbst wird man nicht durch äußere Umstände, sondern nur durch die Anfor­de­rungen, die man an sich selbst stellt. Als junger Erwach­sener hat man die Chance, durch Selbst­ent­wicklung den entschei­denden Einfluss auf sein Leben zu nehmen.

Dazu ist Kommu­ni­kation die Schlüs­sel­fä­higkeit: Verstehen, was man hört und liest; zutreffend sagen und schreiben, was man mitteilen möchte. Und dann ständig sein Wissen und seine Fähig­keiten erweitern.

Ich, Paul Halbe, biete Ihnen, lieber Leser, diese Webseiten kostenfrei an. Sie spiegeln meine Einsichten und Erfah­rungen wider, geben Anregungen und zeigen Möglich­keiten auf, den persön­lichen Lebensweg zu finden. Inves­tieren Sie in sich selbst! Ihr Gewinn ist ein freies, selbst­be­stimmtes Leben.

Zur Person:

Nein, nie wollte ich rückwärts gewandt, sondern immer nur nach vorne leben. Das ist mein Vorsatz, obwohl ich als Übersieb­zig­jäh­riger zu der Generation gehöre, die den Krieg als Kind, die Nachkriegszeit als Jugend­licher und die D‑Mark-Jahre als Bundes­bürger erlebt hat. Ich könnte Rückschau halten. Es gäbe viel zu erzählen.

Es gibt Anlass zur Selbst­aus­kunft, die mich jetzt zumindest ein wenig über die vergan­genen Jahrzehnte berichten lässt. Denn Internet-Unter­nehmen, die das eine oder andere über mich aus der Datenflut heraus­ge­filtert haben, geben bruch­stückhaft, lückenhaft, nicht oder nicht mehr zutreffend, falsch oder irreführend zugeordnet und zusam­men­hanglos Auskunft über “Paul Halbe”. Da es außerdem — so wie es aussieht — noch mindestens drei weitere Träger meines Vor- und Nachnamens in Deutschland gibt, ist die Verknüpfung der Daten mit den Personen nicht immer eindeutig.

Also ist es wohl besser, ich äußere mich selber, bevor aus den Bruch­stücken Wahrschein­lich­keiten abgeleitet werden, die teilweise oder ganz und gar falsch sind. Denn haben sich solche Mutma­ßungen erst einmal verbreitet, lassen sie sich kaum noch richtig stellen. Damit mein „Über mich” aber nicht trocken wie ein beigefügter Lebenslauf wird, ist die Zeit meines Heran­wachsens etwas ausführ­licher beschrieben.

Kinder­jahre und Jugendzeit

Ich wurde in die Nazizeit hinein­ge­boren (1936). Wir wohnten mitten in der Stadt Aachen. Um dem Propa­ganda-Getöse der Natio­nal­so­zia­listen zu entgehen, mieteten meine Eltern in Hauset, einem kleinen Dorf im deutsch­spra­chigen Belgien, ein Wochen­endhaus. Dorthin siedelten wir ganz über, als die Bomben­an­griffe immer heftiger wurden. Nach den Kindheits­jahren in der Stadt, in denen ich einge­schult wurde und zur ersten Hl. Kommunion ging, erschloss ich mir rund um unsere Block­hütte ein Revier in herrlicher Natur. Diese Zeit gehört zu den schönsten meines Lebens. Gegen Ende des Krieges lagen wir tagelang zwischen den Fronten. Dann kamen die Ameri­kaner. Nachdem Aachen erobert war, schoben uns die Belgier ab. Die Grenze wurde dicht gemacht.

Wir lebten in den Trümmern einer evaku­ierten und zerbombten Stadt. Was meine Eltern damals geleistet haben, kann ich erst heute einiger­maßen ermessen. Und ich habe Menschen erfahren, die in Hunger und Kälte einander selbstlos helfen. In unserem Stadt­viertel nahm eine Schule den Unter­richt wieder auf. Mitbringen mussten wir Brenn­ma­terial für den Ofen und irgend­welches Schreib­ma­terial. Die Ameri­kaner sorgten für die Schul­speisung. Als es darum ging, wer aufs Gymnasium sollte, war ich dabei. Mit ein paar anderen Jungs bekam ich Sonder­un­ter­richt. Denn es war eine Aufnah­me­prüfung zu bestehen. Wenn mich heute jüngere Menschen nach dieser Zeit fragen, finden sie das, was ich erzähle zwar spannend, aber nachvoll­ziehen können sie es nicht.

Auf dem Gymnasium habe ich mich in den ersten Jahren wohl gefühlt. Aber ich entwi­ckelte mehr und mehr Aktivi­täten außerhalb der Schule. In meinem Lernstoff entstanden immer größere Lücken. Die Schule wurde zur Qual. Zur Versetzung hat es jeweils und schließlich auch zum Abitur gereicht. Bis zum Stimm­bruch habe ich in der Schola des Aachener Domchors gesungen. Dann ging ich in einen Sport­verein: Turnen, Leicht­ath­letik, Schwimmen, Handball. Während der Oberstufe begann ich mit dem Tennis­spielen. Um Zeit zu gewinnen, wollte ich ein Motorrad haben. Da meine Eltern mir das nicht finan­zieren wollten, habe ich gejobbt. Schließlich ging ich auch noch in eine Volks­tanz­gruppe, mit der ich 1954 eine Reise nach Dalarna (Schweden) machte.

Diesen und anderen Aktivi­täten, beispiels­weise Züchten von Skalaren, lag eine Erfahrung zugrunde, die ich beim Schach­spielen gemacht hatte: Wenn man mit Umsicht und Voraus­sicht seine Züge sowohl ideen­reich wie folge­richtig macht, kommt man ans Ziel. Bei Schellbach, dessen Inten­sivkurs ich als 18jähriger besuchte, fand ich dafür die griffige Formel: Richtig machen = Erfolg; falsch machen = Mißerfolg. Dass es im Leben nicht so einfach ist, habe ich später noch ausrei­chend erfahren.

Studi­enzeit und die ersten Berufs­jahre

Nach dem Abitur wollte ich aus dem Beobach­tungs­ho­rizont meiner Eltern heraus. Im Unter­schied zu meiner älteren Schwester hatten sie mir zwar viel Freiheit gegeben — mit 12 durfte ich zum ersten Mal allein reisen -, aber jetzt wollte ich raus. Und ich wollte in eine richtig große Stadt. Studieren! Aber was? Ich wusste, dass immer neue Projekte, Aufgaben, Unter­nehmen mir gefielen und deshalb von mir gesucht wurden. Also kam nur ein abwechs­lungs­reicher Beruf infrage. Doch welche Berufe kannte ich? So gut wie keine. Dann kam ich drauf: Filme machen. In München gab es das Deutsche Institut für Film und Fernsehen (DIFF). Mehrere hundert Bewerber pro Jahrgang, aber nur zwanzig wurden aufge­nommen. Vorsorglich schrieb ich mich auch an der Uni ein, ging in viele Vorle­sungen, hörte mir an, was mir inter­essant erschien, tauchte ins Studen­ten­milieu, hatte im zweiten Semester bereits ein Zimmer in unmit­tel­barer Nähe der Uni. Pater Mariaux sorgte dafür, dass ich auch etwas Ahnung von Philo­sophie und Theologie bekam.

Die Aufnah­me­prüfung am DIFF klappte. Aber das Studium führte nicht dahin, wohin ich wollte. Nach zwei Jahren wechselte ich nach Köln und begann das Studium der Volks­wirt­schaft, Sozio­logie und Sozial­psy­cho­logie. Schon in München hatte ich wirtschafts­wis­sen­schaft­liche Vorle­sungen gehört und festge­stellt: Davon sollte man eigentlich etwas verstehen. Meine Lehrer in Köln waren unter anderen: Alfred Müller-Armack, Günter Schmölders und René König. Dem Film blieb ich treu, indem ich Filmkri­tiken für den Filmdienst schrieb. Und meine Diplom­arbeit bei René König behan­delte ein Filmthema: Die Darstellung Halbstarker in den Spiel­filmen des deutschen Filmver­lei­h­an­gebots. Dazu musste ich mir die herrschenden Theorien zu Massen­medien, Inhalts­analyse und Gruppen­dy­namik erarbeiten. Mit 26 habe ich mit einem Seufzer der Erleich­terung meine letzte Prüfung gemacht. Danach Jobsuche. Endlich Geld verdienen. Voll und ganz auf die eigenen Füße kommen.

Mit einigen Studi­en­kol­legen wurde ich zu einem Gespräch am Lehrstuhl von Schmölders einge­laden. Ob wir uns vorstellen könnten, noch ein Postgra­du­al­studium zu machen, wurden wir gefragt. Konnte ich nicht. Aus Bonn hatte ich ein Angebot: Wirtschafts­po­li­ti­scher Assistent beim Vorstand der CDU/CSU-Bundes­tags­fraktion. Das war wesentlich inter­es­santer. Der Kontakt kam über das Bundes­pres­seamt, wo man mich aufgrund meiner Filmak­ti­vi­täten kannte. Obwohl ich weder CDU-Mitglied und auch sonst nicht politisch engagiert war, bekam ich die Stelle. Aller­dings war ich während des Studiums zu einem überzeugten Verfechter der Sozialen Markt­wirt­schaft geworden.

Abschlie­ßende Bemerkung zu diesem ersten „Über mich”-Teil: Da die Kindheit und Jugend und auch noch die frühe Erwach­se­nenzeit für einen Menschen prägend sind, habe ich sie hier etwas ausführ­licher „rausge­lassen”. Der zweite Teil wird knapper. Nach zwei Jahren Bonn wechselte ich in den Journa­lismus und wurde Redakteur der Funkkor­re­spondenz in Köln. Nach wiederum zwei Jahren nahm ich das Angebot an, die Presse­stelle des Bistums Aachen aufzu­bauen. Nach Auslaufen des Zweijah­res­ver­trags machte ich mich als Berater für Public Relations, Organi­sa­tions- und Perso­nal­be­ratung selbständig, zunächst als freier Mitar­beiter einer Unter­neh­mens­be­ratung.

Die Jahre selbstän­diger Berufs­arbeit

Zu meinen Auftrag­gebern in über 30 Jahren Selbstän­digkeit gehörten sowohl Insti­tu­tionen und Organi­sa­tionen als auch mittel­stän­dische Unter­nehmen. Unter anderen die Dalli-Werke, Randstad, Ansorg, Heinrigs, auch ein Betrieb der Akzo Chemie; der Wirtschaftsrat der CDU, die Bundes­zen­trale und die NRW-Landes­zen­trale für politische Bildung, das Innen­mi­nis­terium des Landes Nieder­sachsen, das Zentral­ko­mitee der deutschen Katho­liken. Ein Auftrag, der mir besondere Freude gemacht hat: Ich war Gesprächs­partner und Berater von Robert Wolff, dem Gründer des Unter­nehmens Wolfcraft. Es ging um das von ihm prakti­zierte Modell der Mitar­bei­ter­be­tei­ligung. Mit meiner eigenen Firma habe ich in den 90er Jahren das SINNphOLL-Konzept zur Personal- und Selbst­ent­wicklung erarbeitet und Seminare und Workshops dazu durch­ge­führt. In den vergan­genen zehn Jahren wurde das Inter­net­portal sinnpholl.de aufgebaut, das jedem kostenfrei zur persön­lichen Entwicklung zur Verfügung steht. Mittler­weile gibt es außer den Nutzern in Europa Nutzer in aller Welt, vor allem in Nord- und Latein­amerika sowie Fernost. Studien- und Projekt­reisen führten nach Israel und Jordanien, nach Sri Lanka, in die frühere Tsche­cho­slo­wakei, nach Brasilien und in die Verei­nigten Staaten.

Einer meiner ersten Aufträge war die Einrichtung der Organi­sa­ti­ons­struktur für die Verwaltung des Bistums Trier. Die CDU-Bundes­ge­schäfts­stelle beauf­tragte mich in den 70er Jahren mit PR-Aufgaben bei den Bundes­tags­wahl­kämpfen. Dazu gehörten von mir entwi­ckelte Argumen­ta­ti­ons­karten, ein Film über Konrad Adenauer und die Multi­me­dia­schau über die Geschichte der CDU auf dem Wahlpar­teitag 1976 in Hannover. Von mir wurden einige Publi­ka­tionen entwi­ckelt und dann als Redakteur betreut:

  • Die Mitglie­der­zeit­schrift des Wirtschaftsrats der CDU: trend — Zeitschrift für Soziale Markt­wirt­schaft, erste Ausgabe im Dezember 1979
  • Ein modernes Heimatbuch für Nieder­sachsen: Das Nieder­sach­senbuch, jeweils zum Tag der Nieder­sachsen, erstes Erscheinen zum Tag der Nieder­sachsen 1982 in Aurich
  • Neues Konzept für den Infor­ma­ti­ons­dienst des Zeitar­beit­un­ter­nehmens Randstad: Unter dem Titel „Randstad-Korre­spondenz” im April 1984 erstmals erschienen
  • Infor­ma­ti­ons­dienst des Zentral­ko­mitees der deutschen Katho­liken: Salzkörner — Materialien für die Diskussion in Kirche und Gesell­schaft, erste Ausgabe Ende August 1995

Im Bereich Film, Fernsehen, Medien habe ich in den 70er und ersten 80er Jahren eine ganze Reihe von Aufträgen als Produzent und/oder Autor und/oder Regisseur bekommen. Um dies fortzu­führen, hätte ich mich aus den anderen Tätig­keits­be­reichen zurück­ziehen müssen. Eine kleine Auswahl der Produktionen/Sendungen: „Der Dom der Könige” (Aachener Dom), für den SFB; „Insel der Parias” (Entwick­lungs­hil­fe­projekt im Norden Sri Lankas), für das ZDF; über den Priester und Maler Herbert Falken, für den SFB; über die Behin­der­ten­ta­ges­stätte „Gustav-Heinemann-Haus” in Bonn, für Cinecentrum; über den „Job” eines Bundes­kanzlers, für Cinecentrum.

Und ich habe noch ein paar Bücher geschrieben:

  • 1986, Haufe, Die neuen Unter­nehmen — Wie aus Mitar­beitern Mitun­ter­nehmer werden; 1991, 2. Auflage
  • 1992, Haufe, Selbst­ver­ant­wortung und Mitver­ant­wortung im Unter­nehmen — Neue Horizonte unter­neh­me­ri­scher Arbeit
  • 1993, Gabler, Fusion als unter­neh­me­rische Chance — Das Fallbei­spiel Bräutigam — OBI, zusammen mit Utho Creusen
  • 1996, Gabler, Ihr Kopf — Ihr Kapital — Wie Sie die Regie für Ihr Leben übernehmen
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