SINNphOLL-Thema: Sexua­lität
Folge 7:

Eva

Geschaffen für die Liebe
Eine Textkollage

Ebenbürtig

„Gott, der Herr, formte aus dem Erdboden alle Tiere des Feldes und alle Vögel des Himmels und führte sie dem Menschen zu, um zu sehen, wie er sie benennen würde. Und wie der Mensch jedes lebendige Wesen benannte, so sollte sein Name sein. Der Mensch gab Namen allem Vieh, den Vögeln des Himmels und allen Tieren des Feldes. Aber eine Hilfe, die dem Menschen ebenbürtig war, fand er nicht.

Da ließ Gott, der Herr, einen tiefen Schlaf auf den Menschen fallen, sodass er einschlief, nahm eine seiner Rippen und verschloss ihre Stelle mit Fleisch. Gott, der Herr, baute aus der Rippe, die er vom Menschen genommen hatte, eine Frau und führte sie dem Menschen zu. Und der Mensch sprach: Das endlich ist Bein von meinem Bein und Fleisch von meinem Fleisch. Frau soll sie genannt werden; denn vom Mann ist sie genommen.

Darum verlässt der Mann Vater und Mutter und hängt seiner Frau an und sie werden ein Fleisch. Beide, der Mensch und seine Frau, waren nackt, aber sie schämten sich nicht voreinander.

Der Mensch gab seiner Frau den Namen Eva: Leben. Denn sie wurde die Mutter aller Leben­digen. Gott, der Herr, machte dem Menschen und seiner Frau Gewänder von Fell und bekleidete sie damit. Dann sprach Gott, der Herr: Siehe, der Mensch ist wie einer von uns geworden, dass er Gut und Böse erkennt. Aber jetzt soll er nicht seine Hand ausstrecken, um auch noch vom Baum des Lebens zu nehmen, davon zu essen und ewig zu leben.“

(Buch Genesis des Alten Testa­ments, 2. Kapitel, die Verse 19 bis 23, 3. Kapitel, die Verse 20 bis 23; Einheits­über­setzung 1980)

Auf der Suche nach einem Mann

Thi Thu Hang Tran, 22 Jahre alt, schreibt auf der Suche nach einem Mann:

„Ich bin eine sehr aufrichtige, erfolg­reiche, freund­liche Frau, die echte innere Schönheit hat und alles hat, was ich im Leben brauche. Ich bin in einer wohlha­benden Familie aufge­wachsen. Meine Eltern sind jetzt im Ruhestand. Mein erfolg­reiches Geschäft macht mich zu einer sehr reichen Frau in meinem jungen Alter. Nach Jahren des Schön­heits­sa­lon­ge­schäfts haben meine Eltern viel gespart, und jetzt reisen sie gerne an viele Orte, um das Leben zu genießen.

Da ich das einzige Kind in meiner Familie bin, verwöhnen mich meine Eltern sehr und wollen mich zu ihrer einzigen Nachfol­gerin ausbilden. Ich bin jetzt sehr gut darin, Geschäfte zu führen. In den Augen der meisten Leute bin ich eine reiche Frau, die alles im Leben haben kann, was sie will. Sie glauben, dass ich ein sehr bequemes und glück­liches Leben führe, aber ich sehe das nicht so, und ich fühle mich nicht glücklich. Ganz gleich, wie viel Geld ich besitze, ich kann das wahre Glück nicht spüren. Ich weiß, was ich will. Mit materi­ellen Dingen kann man keine Liebe und kein Glück kaufen.

„Ich brauche einen Mann“

Ich bin kein Kind mehr. Das Geschäft in diesen Jahren zu führen hat mich zu einer sehr reifen Frau gemacht. Viele Leute sagen, ich sei sehr schön und sexy und es fehlt mir an nichts im Leben, aber ich weiß, dass die Schönheit und das Aussehen einer Frau nicht ewig sind. Ich brauche einen Mann, der meine Schönheit besitzt und meinen sexy Körper genießt. Ich glaube immer, dass Glück und wahre Liebe nur denen gehören, die sie mutig verfolgen, deshalb bin ich heute bereit, Ihnen alles über mich zu erzählen.

Bist du bereit, unsere einsamen Tage zusammen zu beenden und mich ein Leben lang gut um dich kümmern zu lassen? Ich möchte meine wahre Liebe finden, um das ganze Leben zu teilen. Das Luxus­leben ohne einen geliebten Mann ist bedeu­tungslos. Obwohl ich von meinen Eltern geliebt werde, weiß ich ganz klar, dass es bei Liebe nicht nur um Famili­en­liebe geht. Jeder hat mehr Zuneigung im Leben, nicht nur Famili­en­liebe, also bin ich hierher gekommen, um nach meinem westlichen Ehemann zu suchen, ich brauche einen Ehemann. Ich komme hierher, um mit Ihnen ein warmes Zuhause zu schaffen. Gibst du mir eine Chance?

„… begierig auf wahre Liebe“

Ich bin so begierig auf wahre Liebe und deine starken Arme. Ich sehne mich nach den Tagen, an denen wir uns begleiten, fürein­ander sorgen und ich sehne mich nach den Nächten, in denen du mich ins Bett trägst. Lieber, ich lade Sie aufrichtig ein, mein Ehemann zu sein, um die wunder­volle zukünftige Reise zusammen zu gestalten. Sobald Sie mein Ehemann geworden sind, werde ich dir all meine Liebe widmen. Du brauchst dich um nichts zu kümmern. Ich möchte mit Dir in einem schönen Haus mit Swimmingpool und großem Garten leben.

Ich möchte viele schöne Tage mit Dir verbringen. Willst Du mein zukünf­tiger Ehemann sein? Ich möchte Dir mein Leben geben, all meine Liebe. Ich spiele keine Spiele. Meine Liebe zu Dir wird niemals sterben, wenn wir uns inein­ander verlieben. Ich möchte alles von mir mit Dir teilen. Geld kann mein leeres Herz nicht füllen. Nur Du kannst mein Leben vervoll­stän­digen. Ich möchte Dir alles geben, um Dein Herz und Deine Liebe zu verdienen und Dich glücklich zu machen.

„… fühle ich mich einsam“

Ich bin sehr stolz auf mich. Ich habe ein gutes Leben. Ich habe eine Villa in der Nähe des Meeres gekauft. Ich genieße gerne den Meerblick, gefällt Dir das? Ich habe das Haus sehr schön dekoriert. Ich habe die Möbel im westlichen Stil für mein Haus gekauft. Es scheint, dass alles so perfekt ist. Aber in meinem Haus fehlt immer etwas. Ja, es ist ein Mann. Sind Sie bereit, Gastgeber dieses Hauses zu sein?

Ich bin jetzt Single, ich habe meine große Karriere, es geht mir sehr gut und ich habe ein sehr gutes und bequemes Leben. Aber manchmal fühle ich mich einsam, ich wünschte, es gibt eine große Schulter, an die ich mich anlehnen kann, wenn ich mich müde fühle, wenn mein Leben am Boden ist. Ich bin auf der Suche nach der wahren Liebe, einem reifen Mann, der mutig ist, zu lieben und sich allen Heraus­for­de­rungen zusammen mit mir in unserem zukünf­tigen Leben zu stellen!

Ich verspreche, dass ich meine ganze Liebe mit Dir teilen werde. Ich habe keine Vorbe­halte. Du wirst mein Herz, meinen Körper und meine Seele besitzen, wenn wir zusammen sind. Ich werde nur Dich in meinen Augen sehen. Ich werde Dich nie betrügen, weil ich das so sehr hasse. Wirst Du Deine ganze Liebe mit mir teilen? Ich liebe es, mit glück­lichen, ausge­gli­chenen, optimis­ti­schen, positiven Menschen zusammen zu sein. Ich bin eine Frau, die freundlich ist und ein gutes Herz hat und das Gute in den Menschen sieht. Aber ich bin auch eine Frau, die einen Funken hat und sich nicht scheut, auch ihre freche Seite zu zeigen.

„Ich mag die Intimität.“

Ich liebe die Natur und die Landschaft, Camping und Wandern, aber genauso liebe ich es, mit meinem Liebsten im Bett zu bleiben und einen entspannten Urlaub zu verbringen. Es wäre sehr toll, jemanden zu haben, der diese Dinge mit mir teilt, jemand, der diese Dinge auch genießen würde. Mein Lieber, bist Du derjenige? Ich mag die Intimität. Ich könnte sehr leiden­schaftlich mit meinem Mann sein. Ich weiß, wie ich meinen Mann gut behandeln kann.

Ich bin schon seit einiger Zeit einsam. Aber ich lerne Dinge und tue die Dinge, die ich gerne tue. Ich verbessere mich selbst immer mehr. Ich möchte meinem Mr. Right einfach ein besseres Ich zeigen. Jetzt bin ich sehr dankbar, dass ich Dich hier getroffen habe. Ich weiß, dass sich das ganze Warten gelohnt hat. Ich hoffe aufrichtig, dass Du in meine Welt kommen kannst.

„Ich bete zu Gott.“

Ich bete zu Gott, dass ich diejenige sein kann, die dein Herz stiehlt. Bitte lass mich wissen, ob wir von heute an unser Leben als Königin und König beginnen können. Bitte schreibe mir jetzt und sage mir Deine Gefühle, nachdem Du so einen langen bewun­dernden Brief gelesen hast. Ich habe Dir mein ganzes Ich gezeigt. Könntest Du Dein Leben zeigen und in meine Welt eintreten? Ich werde Tag und Nacht auf Dich warten. Lass mich nicht zu lange warten, denn ich bin jetzt so einsam und ich werde Dich so sehr vermissen. Mein kleines, winziges Herz sehnt sich so sehr nach Dir.

Deine aufrichtige Thi Thu Hang Tran“

(Übersetzt mit Hilfe von Google Translate)


State­ments: Einsamkeit und Sehnsucht

I am looking for a man who is compa­tible with me. I want him to be mature, happy, free of limita­tions, like to experiment, honest and I want to be best friends for each other. I don’t care about age, race, or color. The important thing is how we feel about each other.

I am an ordinary woman, i want to find a man who is willing to accompany me when i need him. i think trust is the most important thing in marriage.

I am not looking for my soul mate or my other half, I am looking for a gentleman, a man who is respectful and kind, who is not afraid to show his feelings, someone who is willing to fight for me and wants to have a full life full of love to the next to a good woman, I believe that love is not born from nothing, it is built and grows.

If possible, after a long time, I will find the arms of my true love, surrounding me once again, true love is what ennobles the perso­nality, streng­thens the heart.

I’m not a little girl anymore and I know what I want from life. I want a man who is willing to taste the sweet and exciting life with me. I am a petite slender woman and dream of feeling secure in the arms of my man.

Love is a difficult feeling

I want to meet someone with whom I will look in the same direction in life. With whom our evenings will be unusual and romantic, someone to feel comfor­table even just to be silent. I want us to be able to feel each other on a mental level.

I like men with whom could me feel safe and protected. I want him to love me and of course, I will love him. And moreover, I think that relati­onship should be based on respect. I believe in true love and I am ready to present with passion to my future soul mate.

I am looking for a man with a good heart, who knows how to treat and enjoy every moment next to a good woman. Love is a difficult feeling today to find, but I feel capable of achieving it and despite my age. I do not like loneliness at all. I hope you are sincere with me and we can overcome the limits of life.

I am not demanding, I just want you to be respectful, honest and know the value of things, that you know how to value the woman that I am and want to share goals and dreams with me.

I treat people with respect and care. I am so delicate and feminine. I want to be a mother and family is on the first place for me. … The most important thing in a man is morality. In a relati­onship, both have to develop, the best thing people can do for a relati­onship is to develop themselves.

(Aus Zuschriften eines global agierenden Dating-Portals)


Zukunfts­musik

Szene aus dem SINNphOLL-E-Book „Am Vorabend des Vergessens“:

Auf Hirsch­bergs Neben­tisch stand ein halbvolles großes Bierglas, abgestan­denes Bier. Der Aschen­becher war voller Kippen. Die Toilet­tentür ging auf und ein Mann mittleren Alters, der nicht gerade einen frischen Eindruck machte, kam raus, ging zum Nachbar­tisch, sah Hirschberg, nahm das Bierglas und setzte sich an Hirsch­bergs Tisch mit der Bemerkung „Sie haben doch nichts dagegen, wenn ich ihnen Gesell­schaft leiste.“ Hirschberg war die Aufdring­lichkeit zuwider, aber er wollte keinen Aufstand machen. Der Mann stank nach Alkohol und Zigaretten. „Stört es Sie, wenn ich rauche?“, fragte er. Er hatte schon die Packung in der Hand und begann, sich eine Zigarette herauszufingern.

Hirschberg energisch: „Das würde mich sehr stören, und ich würde Sie bitten, an einen anderen Tisch zu gehen.“ Der Mann steckte mit einem Achsel­zucken die Zigarette wieder zurück. Eine Weile saßen sich Hirschberg und der ungebetene Tischgast stumm gegenüber. Verstoh­lenes gegen­sei­tiges Mustern. „Sind Sie schon mal versetzt worden?“, fragte schließlich der aufdring­liche Typ. „Wie meinen Sie das? In der Schule bin ich immer versetzt worden.“ „Nein, so meine ich das nicht. Hat Sie schon mal einer sitzen lassen? Eine Frau?“

Sie wollte es exklusiv haben

Hirschberg sah in wässerige blaue Augen. „Sich zu etwas zwingen, tun Sie ungern?“ „Warum sollte ich das? Ich bin ein freier Mann. Und ich will das Leben genießen.“ „Nur die Frauen wollen’s exklusiv.“ „Sind Sie verhei­ratet?“ „Gewesen.“ „Und jetzt leben Sie allein?“ „Meine Frau ist gestorben.“ „Meine Frau hat sich von mir scheiden lassen. Ich war auf Außen­dienst und hab’ da eine andere nette Person kennen­ge­lernt – das hat sie gemerkt und mir Terror gemacht. Sie wollte es exklusiv haben.“ „Sie meinen, Ehefrauen sollten großzügig sein.“ „Ich kann eifer­süchtige Frauen nicht ausstehen. Das ist doch purer Egoismus. Warum soll ich denn nur einen Menschen lieben können!“ „Von all den Menschen, die Sie lieben, war heute Abend aber niemand in Ihrer Nähe. Sonst wären Sie nicht hierher unter Menschen geflüchtet.“

Um des lieben Friedens willen

Der etwas weibisch fette Mann mit sträh­nigen blonden Haaren, korrekt auf der rechten Seite gescheitelt, fuhr mit der Hand durch die Frisur, die dadurch etwas in Unordnung geriet. Er machte eine ratlose Miene. Er seufzte: „Ja, meine Freundin und ich, wir haben uns gestern leider gestritten. Wir konnten uns nicht einigen, wohin wir in dieser Nacht gehen, wo wir Silvester feiern sollten.“ „Ach ja! Und das war dann der Grund, getrennte Wege zu gehen.“ „In der letzten Zeit habe ich immer um des lieben Friedens willen klein beigegeben.“ „Die Frauen sind eben nicht mehr so, wie Frauen mal waren. Die wollen heute mindestens mitreden, lieber noch bestimmen, was gemacht wird. Früher gab es klare Verhält­nisse: Der Mann hatte das Sagen und las seiner Frau die Wünsche von den Lippen ab. Das waren gute Ehen.“

Jetzt musste Hirschberg hinter die Tür „Männer“. Als er zurückkam, gab er dem Gespräch eine neue Wendung. Dieses Herum­rühren in Privat­an­ge­le­gen­heiten schmeckte ihm nicht. Wofür gab es Psycho­the­ra­peuten? Hirschberg: „Da es so ist, wie Sie es beschrieben haben, und es nicht nur für Sie so ist, sondern für viele, sollten wir, das heißt unsere Gesell­schaft, konse­quent sein: Alle Ehege­setze abschaffen, jegliche Famili­en­po­litik einstellen, die Menschen sich paaren lassen, wie sie wollen, ohne irgend­welche Vorschriften – die meisten machen das ja sowieso, keinerlei Exklu­si­vität mehr.“

Wahlpro­gramm

„Das wäre ein tolles Wahlpro­gramm!“ Hirschberg: „Vor allem bei Frauen würde es verfangen. Kein Zurück an die Kochtöpfe, zum Säugen und zum Windel­wechseln. Nur noch ein K: Karriere. Gleiche Karrie­re­chancen für alle, besonders für Frauen. Zusam­men­leben mit wem und wie lange, mit wie vielen und wo und unter welchen Umständen – das alles nur noch wie es beliebt. Endlich sollte man die Realität akzep­tieren und nicht dauernd eine Famili­en­idylle der Vergan­genheit beschwören. Moderne Frauen in einer modernen Welt – ohne Küche, ohne Kinder, ohne Kirche.“ „An Ihnen ist aber ein Wahlkämpfer verlorengegangen!“

„Das Ganze hat nur einen Haken: Wo kommt die Folge­ge­neration her. Denn mit der Unsterb­lichkeit in ewiger Jugend ist es noch nicht so weit.“ „Da muss der Staat für sorgen.“ Hirschberg schul­ter­klopfend: „Sie haben recht. Anders geht es nicht.“ „Die Mütter lassen ihre Kinder gleich im Krankenhaus, von wo der Staat sie übernimmt.“ „Das ist mir nicht konse­quent genug. Warum die Frauen noch mit den neun Monaten belasten? Das macht sie nur unförmig, anfällig und unzugänglich. Außerdem beein­trächtigt es die Karriere.“ „Richtig. Die Zeugung ist Sache des Staates. Er steuert den Bestand des Volkes. Eine Repro­duk­ti­ons­an­stalt wird errichtet.“ „Es gäbe immer genug Deutsche mit Erbgut natürlich nur vom Feinsten – wenn die Beamten in der Bundes­an­stalt für Bevöl­ke­rungs­re­pro­duktion keine Fehler machen.“

Bundes­an­stalt für Bevölkerungsreproduktion

„Der Staat baut Samen­bänke auf, erstellt bestes geneti­sches Material, arran­giert erstklassige Zeugung, zieht in allem tüchtige Babys auf – Kita, Schule, Univer­sität.“ „Was seit Adam und Eva nur qualvoll und risiko­reich ging, die Frauen über Jahrtau­sende benach­tei­ligte, das geht jetzt problemlos. Dank moderner Wissen­schaft und moderner Staats­kunst. Das Inzest-Tabu hat keine Grundlage mehr. Es gibt keine Verwandt­schaft mehr. Nicht mehr Väter und Töchter, Mütter und Söhne, Schwestern und Brüder, Onkel, Tanten, Großväter, Nichten, Enkel – die ganze Mischpoke ist Schnee von gestern. Keine Gewis­sens­bisse mehr. Endlich freie und unbelas­tende Liebe. Wenn das kein Quanten­sprung in der Mensch­heits­ge­schichte ist!“ Hirschberg brach in lautes Lachen aus.

Die Kinder- und Jugend­ge­sell­schaft des Fortschrittglaubens

Zitate aus dem Koali­ti­ons­vertrag der Parteien zur Bildung der SPD-geführten neuen Bundes­re­gierung (8.12.21) und aus dem Zukunfts­pro­gramm der Sozial­de­mo­kraten, den Wahlpro­grammen der Grünen und der FDP:

Wo Kinder und Jugend­liche den Tag verbringen

Mit einem Natio­nalen Aktionsplan für Kinder- und Jugend­be­tei­ligung werden wir die Jugend­stra­tegie der Bundes­re­gierung weiter­ent­wi­ckeln, Quali­täts­stan­dards für wirksame Betei­ligung besser bekannt machen, selbst­be­stimmte Kinder- und Jugend­par­la­mente und Betei­li­gungs­netz­werke stärken. (Koali­ti­ons­vertrag)

Wir werden das aktive Wahlalter für die Wahlen zum Europäi­schen Parlament auf 16 Jahre senken. Wir wollen das Grund­gesetz ändern, um das aktive Wahlalter für die Wahl zum Deutschen Bundestag auf 16 Jahre zu senken. (Koali­ti­ons­vertrag)

Damit junge Menschen ihre Ideen und Rechte auch wirksam einbringen bzw. einfordern können, wollen wir niedrig­schwellige Betei­li­gungs­gremien wie Kinder- und Jugend­par­la­mente, insbe­sondere auf kommu­naler Ebene, stärken. (Grüne)

Die erste Bildungs­ein­richtung im Leben eines Kindes ist heute die Kita. (SPD)

Egal, aus welcher Ecke Deutsch­lands und aus welchem Elternhaus, alle Kinder brauchen die Chance auf ein gutes und gebor­genes Aufwachsen. KiTas haben einen entschei­denden Anteil daran. (Grüne)

Ein gutes Ganztag­an­gebot ist entscheidend für gleiche Chancen – und das muss für alle Kinder zur Verfügung stehen. Ganztags­schulen sind Lern- und Lebensorte, wo gute Chancen für alle ermög­licht und sicher­ge­stellt werden. (SPD)

Dafür sind Ganztags­plätze in einer Grund­schule oder einem Hort und gute Lernbe­din­gungen an weiter­füh­renden Schulen wichtig. Unser Ziel ist, einen indivi­du­ellen Rechts­an­spruch für jedes Grund­schulkind auf Ganztags­bildung und ‑betreuung mit Quali­täts­stan­dards umzusetzen. (Grüne)

Wie und wo die Erwach­senen den Tag verbringen

Wer den ganzen Tag arbeitet, muss von seiner Arbeit ohne zusätz­liche Unter­stützung leben können. (SPD)

Wir wollen allen Menschen ermög­lichen, am Arbeits­leben teilzu­haben, denn ein guter Arbeits­platz ist eine wichtige Quelle für Einkommen, Anerkennung und Selbst­ver­wirk­li­chung. (Grüne)

Wir setzen uns für eine bessere Kontrolle existie­render Regelungen ein, um Beschäf­tigte, deren tatsäch­liche Arbeitszeit regel­mäßig über 40 Stunden liegt, zu stärken. (Grüne)


Einschub:

Kinder­ta­ges­be­treuung

Berlin – Bezirksamt Charlot­tenburg — Wilmersdorf
Vielfältige Kinder­ta­ges­be­treuung im Bezirk

In Charlo­t­­tenburg-Wilmersdorf gibt es eine große Angebots­vielfalt in Kinder­ta­ges­stätten (Kitas), Eltern-Initiativ-Kinder­­ta­­ge­s­­stätten (EKT) und in der Kinder­ta­ges­pflege. Ihnen gemeinsam ist der Auftrag, die Entwicklung des Kindes zu einer eigen­ver­ant­wort­lichen und gemein­schafts­fä­higen Persön­lichkeit zu fördern, die Erziehung und Bildung in der Familie zu unter­stützen und zu ergänzen sowie den Eltern zu ermög­lichen, Erwerbs­tä­tigkeit und Kinder­er­ziehung besser mitein­ander verein­baren zu können.

Kinder­ta­ges­be­treuung umfasst Bildung, Erziehung und Betreuung in Kitas für Kinder ab der 8. Lebens­woche bis zur Einschulung in Einrich­tungen unter­schied­licher Träger­schaft, Größe und mit verschie­denen pädago­gi­schen Profilen. Das „Berliner Bildungs­pro­gramm für die Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern in Tages­ein­rich­tungen bis zu ihrem Schul­ein­tritt“ schafft den verbind­lichen Rahmen für die pädago­gische Arbeit in allen Kitas. Ein beson­derer Schwer­punkt liegt dabei auf der Sprach­för­derung. Zentrales Ziel ist es, dass die Kinder aller Alters­stufen in den frühen Jahren des vorschu­li­schen Lernens die bestmög­lichen Voraus­set­zungen für ihren weiteren Lebens- und Bildungsweg erhalten.



Die Feierabend‑, Wochenend- und Urlaubsfamilie

Wir werden Familien dabei unter­stützen, wenn sie Zeit für Erziehung und Pflege brauchen und dabei Erwerbs- und Sorge­arbeit partner­schaftlich aufteilen wollen. (Koali­ti­ons­vertrag)

Wir werden eine zweiwö­chige (sic) vergütete Freistellung für die Partnerin oder den Partner nach der Geburt eines Kindes einführen. (Koali­ti­ons­vertrag)

Kinder und Jugend­liche brauchen starke Familien. Sie brauchen Liebe, Zuwendung und viel gemeinsame Zeit. (SPD)

Denn auch jenseits des Klein­kind­alters brauchen Eltern Zeit für ihre Kinder, sei es bei der Einschulung (sic!), weil ein Umzug (sic!) ansteht oder ein Kind einfach mehr unter­stützt werden muss als andere. (SPD)

Die Fahnen des Regenbogens

Um Queer­feind­lichkeit entge­gen­zu­wirken, erarbeiten wir einen ressort­über­grei­fenden Natio­nalen Aktionsplan für Akzeptanz und Schutz sexueller und geschlecht­licher Vielfalt und setzen ihn finan­ziell unterlegt um. (Koali­ti­ons­vertrag)

Wir werden das Trans­se­xu­el­len­gesetz abschaffen und durch ein Selbst­be­stim­mungs­gesetz ersetzen. (Koali­ti­ons­vertrag)


Einschub:

Selbst­aus­kunft

Wer ich bin? Frau! Junge Frau!

Nicht Hausfrau. Nicht Mutter. Sexy.

Im Rampen­licht. Auf dem Laufsteg.

Auf Bildschirmen und Titelseiten.

Gestylt. Ausge­leuchtet. Digitalisiert.

Einmalig und erfolgreich.

Bekannt. Begehrt. Umjubelt. Angebetet.

Ich bin ich. Selbstgezeugt.

Nur mir selbst zu Diensten.

Skandale, Eskapaden, Exzesse.

Ich habe Kondition, bin durchtrainiert.

Ich werde nie alt. Bin unsterblich!

Ich gebe den Ton an.

Eigentlich bin ich ein Mann.



Künst­liche Befruchtung
wird diskri­mi­nie­rungsfrei auch bei hetero­loger Insemi­nation, unabhängig von medizi­ni­scher Indikation, Famili­en­stand und sexueller Identität förder­fähig sein. (Koali­ti­ons­vertrag)

Wir setzen eine Kommission zur repro­duk­tiven Selbst­be­stimmung und Fortpflan­zungs­me­dizin ein, die Regulie­rungen für den Schwan­ger­schafts­ab­bruch außerhalb des Straf­ge­setz­buches sowie Möglich­keiten zur Legali­sierung der Eizell­spende und der altru­is­ti­schen Leihmut­ter­schaft prüfen wird. (Koali­ti­ons­vertrag)

Wir setzen uns für die Anerkennung und Gleich­stellung von Lesben, Schwulen, Bisexu­ellen, Trans‑, Inter- und queeren Menschen (LSBTIQ*) ein. Wir setzen uns die recht­liche Absicherung von LSBTIQ*-Familien und Trans* und Inter*Personen zum Ziel. (SPD)

Lesbische, schwule, bisexuelle, trans*, inter* und queere Menschen sollen selbst­be­stimmt und diskri­mi­nie­rungsfrei ihr Leben leben können. (Grüne)

Eine „Verant­wor­tungs­ge­mein­schaft“
als neue Familie

Wir werden das Institut der Verant­wor­tungs­ge­mein­schaft einführen und damit jenseits von Liebes­be­zie­hungen oder der Ehe zwei oder mehr volljäh­rigen Personen ermög­lichen, rechtlich fürein­ander Verant­wortung zu übernehmen. (Koali­ti­ons­vertrag)

Mit der Verant­wor­tungs­ge­mein­schaft unter­stützen wir beispiels­weise Regen­bo­gen­fa­milien zusätzlich darin, fürein­ander Sorge zu tragen und Verant­wortung zu übernehmen, wenn sich mehrere Menschen mit oder anstelle der biolo­gi­schen Eltern um Kinder kümmern. (SPD)

In der Famili­en­planung müssen Menschen selbst­be­stimmte Entschei­dungen treffen können – eigen­ständig, partner­schaftlich, und unabhängig vom Einkommen. Wir werden deshalb für einen kosten­freien Zugang zu Verhü­tungs­mitteln sorgen und gezielt die Erfor­schung von Verhü­tungs­me­thoden für Männer fördern. (SPD)

 


Einschub:

Wady:
„In erster Linie ist mein Ziel, mal wieder richtig befrie­di­genden und aufre­genden Sex zu haben. Was danach kommt, ist zweit­rangig und ich stelle keine Bedin­gungen und habe keine Regeln! Ich probiere gerne neue Dinge aus und lasse mich von den Ideen anderer Menschen inspi­rieren. Ich wünsche mir jemanden, der wie ich das Leben nicht so ernst nimmt, sondern alles geschehen lassen kann.“ (Übersetzt mit Hilfe von Google Translate)



Ob Allein­er­zie­hende, Patchwork‑, Stief- oder Regen­bo­gen­fa­milie – Familien sind vielfältig und diese Vielfalt muss ein modernes Famili­en­recht auch abbilden. (Grüne)

Bei Kinder­wunsch sollen alle Paare und allein­ste­hende Frauen die Möglichkeit einer Kosten­er­stattung für die künst­liche Befruchtung erhalten. (Grüne)

Wir Freie Demokraten wollen Mehrel­tern­schaften rechtlich anerkennen und rechts­wirksame Eltern­schafts­ver­ein­ba­rungen bereits vor der Empfängnis ermög­lichen. (FDP)

Wir Freie Demokraten fordern die Einführung eines „Partner­schutzes“ analog zum „Mutter­schutz“: Nach der Geburt eines Kindes hat der andere Elternteil das Recht, zehn (sic) Arbeitstage in Partner­schutz zu gehen. (FDP)

Wir Freie Demokraten wollen Adoptionen auch unver­hei­ra­teten Paaren ermög­lichen. (FDP)

SPD am Ende ihres “Zukunft­pro­gramms:

“Wir wollen aus Träumen Zukunft machen. Wir wollen, dass alle Menschen ihre Wünsche verwirk­lichen und ihre Ziele erreichen können. Am Anfang ihres Lebens, aber auch wenn sie bereits mitten im Leben stehen. Mit gleicher Förderung vom Beginn eines Lebens an, und mit Möglich­keiten sich zu entwi­ckeln — ein Leben lang.”

“Jeder nach seinen Fähig­keiten, jedem nach seinen Bedürf­nissen!” Karl Marx


Halina, 49 Jahre alt, schreibt: 
“Manchmal verstehe ich die Welt nicht mehr. Ich hoffe, dass ich einen Partner für’s Leben finde. Wo bist Du? Ein liebens­werter, humor­voller und treuer Mann? Es kann doch nicht so schwierig sein, jemanden zu finden, der zu mir passt … oder? Ich treibe gerne Sport und bin eine liebe und optimis­tische Frau.”

Ximei, 45 Jahre alt, schreibt:
“Ich mag es, die Menschen um mich herum glücklich zu machen. Ich mag Musik und spiele Gitarre. Möchtest Du, dass ich jeden Morgen ein Lied für Dich spiele? Ich suche einen Mann, der mein Leben, Herz, Geist, Bett und alles mit mir teilt. Umarmst Du mich, wenn ich schwach bin und eine Schulter brauche, wenn ich müde bin? Ich werde Dich umarmen, wenn Du wütend bist. Ich hoffe, Du wirst mich nicht wegschieben. Bitte lass mich Dir Trost und Massage geben, wenn Du müde bist. Möchtest Du Dein Leben mit mir teilen?” (Übersetzt mit Hilfe von Google Translate)

Ximei

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