Ansehen der Person

Im Leben Erfolg haben, es zu etwas bringen, zu den Gewinnern gehören, Ansehen genießen – das ist es, woran wir gerne unser Selbst­be­wusstsein festmachen. Titel, Orden, Ehren­zeichen. Das Dumme ist nur: Für das ewige Leben bei Gott zählt das alles nichts!

Gott, unser Vater!

(1) Die Würde des Menschen ist deshalb unantastbar, weil du sie uns verliehen hast. Sie ist weder an Geschlecht, noch an Herkunft, Rasse oder Sprache gebunden. Wir dürfen sie nicht antasten; weder unsere eigene Würde noch die unserer Mitmen­schen. Stoße uns immer wieder an, das zu bedenken! Gott, unser Vater – Wir bitten dich, erhöre uns!

(2) Wenn wir es auf dieser Welt zu etwas gebracht haben, zeigen wir das gerne. Unseren Reichtum, unsere Titel, erworben oder verliehen, unsere Mitglied­schaften in der gehobenen Gesell­schaft. Nichts von alledem reicht indes über dieses Leben hinaus. Stoße uns immer wieder an, das zu bedenken! Herr, unser Vater – Wir
bitten dich, erhöre uns!

(3) In Todes­an­zeigen und auf Grabsteinen kann man bisweilen lesen, als welche Person der Verstorbene in Erinnerung bleiben soll. Es wäre ein Missver­ständnis, daraus zu schließen, das Ansehen bei den Mitmen­schen verschaffe Vorteile im Reich Gottes. Stoße uns immer wieder an, das zu bedenken! Herr, unser Vater – Wir
bitten dich, erhöre uns!

(4) Auch die Kirche verleiht Titel und vergibt Ämter, mit denen gesell­schaft­liches Ansehen verbunden ist. Es wäre ein Irrtum zu glauben, damit seien Vorent­schei­dungen im Blick auf das Reich Gottes verbunden. Stoße uns immer wieder an, das zu bedenken! Herr, unser Vater – Wir bitten dich, erhöre uns!

Amen

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