Übung 11: Zutreffend formu­lieren

Wer einen Sachverhalt oder eine Situation mit Worten so beschreiben will, dass seine Zuhörer oder Leser sich eine genaue Vorstellung machen können, muss die Ausdrücke präsent haben, die der Wirklichkeit möglichst nahe kommen. Auch Argumente überzeugen am ehesten, wenn die benutzten Formu­lie­rungen zutreffend sind. Die Darstellung eines Ereig­nisses gelingt dann am besten, wenn man es diffe­ren­ziert mitzu­teilen weiß. Um diese Kommu­ni­ka­ti­ons­fä­hig­keiten zu haben, muss man seinen Sprach­ge­brauch trainieren – so wie seine körper­liche Fitness.

Seinen Wortschatz kann man durch die folgenden beiden Übungen pflegen und erweitern:

  1. Egal, was man liest: Jedes bislang unbekannte
    oder kaum benutzte Wort und jede besonders
    anschau­liche Formu­lierung in seine
    Wortschatz­kartei oder sein Wortschatzheft
    schreiben!
  2. Frage­stel­lungen wie die folgende ausar­beiten:
    Wie lässt sich das Verb “sehen” variieren
    bezie­hungs­weise präzi­sieren?

Beispiels­weise so:

  1. durch andere Verben: “blicken”, “starren”, “blinzeln”;
  2. durch Vorsilben: “hinsehen”, “wegsehen”, “übersehen”;
  3. durch Substantive: “einen Blick werfen”, “auf gleicher Augenhöhe
    ansprechen”;
  4. Vergleiche: “blind wie eine Kuh”, “verschwommen wie durch
    Milchglas”.

Und jetzt Sie: Wie lässt sich das Wort “gehen” variieren und präzi­sieren? Sammeln Sie möglichst viele Verben, Vorsil­ben­va­ri­anten, Substantive und Vergleiche!

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