Sprachübungen und Sprachspiele

Pflegen und verbessern Sie Ihre Sprache!

Um von anderen verstanden zu werden, muss man sich präzise ausdrücken. Sonst kommt es zu Missver­ständ­nissen. “Sie wissen schon, was ich meine”, mag in manchen Situa­tionen genügen, aber das kann man ja nicht dauernd sagen.

Sich selber verständlich machen und andere verstehen können — das bringt Menschen zusammen, lässt Missver­ständ­nissen weniger Raum, verbreitet Harmonie und Frieden — oder schafft klare Fronten, so dass jeder weiß, wo er dran ist. Im Privaten genauso wie im beruf­lichen Alltag.

Seine Sprach­fä­higkeit sollte man deshalb unablässig verbessern. Es genügt nicht, den in Kindheit und Jugend erwor­benen Sprach­schatz zu konser­vieren. Man muss seinen Sprach­schatz ständig erweitern. Denn dann kann man anderen seine Gedanken und Vorstel­lungen immer klarer mitteilen.

Beim Verstehen anderer ist es genauso: Ohne genügend Sprach­fä­higkeit ist es schwierig zu erfassen, was einem gesagt wird. Zuhören und Reden verlangen gleicher­maßen Sprach­ver­mögen! Beim Lesen bekommt man ohne ausrei­chenden Wortschatz nur bruch­stückhaft mit, was beispiels­weise in der Zeitung steht. Von den Fernseh- und Hörfunk-Nachrichten erreicht einen nur das, was man sprachlich fassen kann; beim Fernsehen kommt die Überla­gerung von visuellen Eindrücken dazu.

Anderen zuhören und anderen sich mitteilen — das verlangt ständige Beschäf­tigung mit der Sprache. Das richtige Wort zum richtigen Zeitpunkt kann Türen öffnen, kann Wogen glätten, kann Herzen gewinnen. Daher sollte man seine Sprach­faulheit aufgeben und Freude daran finden, sich mit der Sprache als unserem Haupt­kom­mu­ni­ka­ti­ons­mittel lernend zu beschäf­tigen.

Dazu gibt es Übungs­mög­lich­keiten. Im folgenden sind 16 Übungen und Spiele zusam­men­ge­stellt, die in Wieder­holung und in selbst­ge­wählten Varia­tionen ein indivi­du­elles, fortwäh­rendes Übungs­pro­gramm ergeben.

Übungen und Spiele:

Übung 1: Trainieren Sie Ihren Wortschatz!

Wenn man beim Lesen oder Hören darauf stößt, dass man die Bedeutung eines Wortes nicht auf Anhieb versteht: Im Duden oder Internet nachsehen. Oder im Gespräch gleich den fragen, der es gebraucht hat. „Was meinst du mit …?” Und dann bei nächster Gelegenheit selbst das Wort gebrauchen. So wird es zum Vergnügen, seinen Sprach­schatz ständig zu erweitern. Und immer besser kann man anderen seine Gedanken und Vorstel­lungen mitteilen, ohne falsch verstanden zu werden. Und anderer­seits versteht man besser, was andere sagen.

Je besser die eigene Sprach­fä­higkeit ist, umso inter­es­santer ist es, anderen zuzuhören oder Texte zu lesen. Sprache ist der Schlüssel für das Zusam­men­leben. In einer Zweier­be­ziehung genauso wie am Arbeits­platz oder in der Gruppe. Wer sich ausdrücken kann und andere versteht, ist im Vorteil.

Wer sich mit nur geringem Sprach­ver­mögen begnügt, grenzt sich ab oder aus, kommt aus dem Milieu seiner Mutter­sprache und jugend­lichen Freunde nicht heraus. Er bleibt in seinen Chancen, am Leben seiner Zeit teilzu­nehmen, einge­schränkt. Sprache dagegen schafft Teilhabe. Und teilnehmen können, macht Freude. Also: Trainieren Sie!

Was fällt Ihnen zum Wort arbeiten ein? Welche Varianten? Welche Wortkom­bi­na­tionen? Welche Wortver­bin­dungen?

Mir sind folgende Worte einge­fallen:

  • schaffen, schuften, malochen, tätig sein, sich betätigen, sich nützlich machen;
  • Arbeit beginnen, beenden, nieder­legen, einstellen, verrichten, aufnehmen, schaffen, haben, verlieren;
  • arbeitslos, arbeits­willig, arbeits­scheu, überar­beitet;
  • seine Arbeit kennen, machen, seinen Streifen machen;
  • Arbeiter, Arbei­terkind, Arbei­ter­partei;
  • Arbeits­plätze, Arbeitstier, Workaholic, Arbeitsamt, Arbeits­freude, Arbeitszeit, Arbeits­gruppe, Arbeits­vor­be­reitung, Gesprächs­grup­pen­arbeit;
  • Mit Arbeit versaut man sich das ganze Leben;
  • Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen!

Üben jetzt Sie: leben

Gehen Sie in zwei Arbeits­schritten vor:

  1. Sämtliche Einfälle in der Reihen­folge aufschreiben, wie Sie Ihnen in den Sinn kommen. Sie können Ihr Assozia­ti­ons­ver­mögen heraus­kitzeln, wenn Sie sich zwischen­durch fragen: Wie sagt man, wenn …
  2. Nach Abschluss der Sammlung die Einfälle in eine Struktur bringen und als Mindmap darstellen.

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