Namen (Pfingsten)

Zu unserer Identi­fi­kation wird uns von unseren Eltern ein Namen gegeben. In die Register unserer zivili­sa­to­ri­schen Einrich­tungen wird dieser einge­tragen. Wir selbst brauchen eine gewisse Zeit, um zu reali­sieren, dass wir gemeint sind, wenn wir bei unserem Namen gerufen werden. Durch unseren Namen sind wir wer. An ihn bindet sich unser Selbstbewusstsein.

Herr, unser Gott!

(1) Unter den Menschen werden wir nicht nur aufgrund unseres Aussehens, unseres Geschlechts, unserer Hautfarbe, unserer Stimme und unseres Finger­ab­drucks, letztlich aufgrund unserer Einzig­ar­tigkeit erkannt, sondern auch anhand unseres Namens. Inspi­riere Eltern dazu, ihren Kindern Namen zu geben, mit denen sie sich zeitlebens identi­fi­zieren können! Herr, unser Gott – Wir bitten dich, erhöre uns!

(2) Es sind die Namen der Helden des alten und des neuen Testa­ments, die einem Menschen ein Vorbild für sein Leben geben können. Lass uns in unserem Namens­patron das Lebens­bei­spiel einer Person erkennen, die nicht nur Stärken, sondern auch Schwächen zeigte, die Zeiten des Leidens ertragen und Zeiten der Freude durchlebt hat! Herr, unser Gott – Wir bitten dich, erhöre uns!

(3) Oft haben Eltern einen Namen aus der Perspektive der Famili­en­tra­dition oder gemäß eigener Vorstel­lungen für ihr Kind gewählt. Gib Kindern die Chance, sich auch dann mit dem Namen, den man ihnen gegeben hat, identi­fi­zieren zu können, wenn sich später heraus­stellt, dass ihre eigenen Vorstel­lungen mit denen ihrer Eltern nicht überein­stimmen! Herr, unser Gott – Wir bitten dich, erhöre uns!

(4) Die Wertschätzung unserer Familie und unserer Freunde erfahren wir, wenn wir unseren Geburtstag feiern. Kaum noch gefeiert wird der Namenstag. Es fehlt zwar nicht an Namen von Heiligen, aber viele Eltern scheuen sich, deren Namen zu vergeben. Hilf uns, in dem uns gegebenen Namen immer den Ruf hören zu können, mit dem du dich uns liebevoll zuwendest! Herr, unser Gott – Wir bitten dich, erhöre uns!

Amen

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