Unbeantwortete Fragen

Interview-Fragen, die gestellt aber nicht beantwortet wurden (2010 - 2012)

An einen Unternehmer der Nahrungsmittelindustrie:

  • Der ehemals führende SPD-Politiker Klaus von Dohnanyi hat Unternehmer als die Schlüsselpersonen der Zukunft bezeichnet. Schon längst gibt es zwischen Städten und Regionen einen Wettbewerb um Unternehmer. Ist das Gesellschaftsklima in Deutschland unternehmerfreundlich?
     
  • Mit der Durchsetzung weltweiter Patente oder dem Kauf riesiger Agrarflächen beispielsweise in Afrika versuchen Firmen wie Monsanto und Länder wie China sich Vorteile auf dem weltweiten Agrarmarkt zu verschaffen. Gibt es einen Kampf um die „Kornkammern" der Zukunft?
     
  • Die Agrarsubventionen in Europa haben zu Überschüssen geführt, die dann als Geschenke vor allem an Staaten in Afrika verteilt wurden. So wurde den Bauern dort die Existenzgrundlage entzogen. Wie verzerrt sind die Agrarmärkte?
     
  • Wie beeinflusst die technische Entwicklung die Produkte unseres Essens und Trinkens?
     
  • Immer mehr Menschen ernähren sich mit Fastfood. Und sonntags geht man aus, um „lecker" zu essen. Was hat sich geändert in unserer Einstellung zu Lebensmitteln?
     
  • Wo hört die Ernährung auf und fängt der Genuss an?
     
  • Wie nützlich sind Verbraucherschützer? 

An einen Immobilien-Kaufmann: 

  • Sind Häuser vorwiegend Renditeobjekte oder Sozial- und Kulturgüter?
     
  • Welche Qualifikationen muss ein Immobilien-Kaufmann haben?
     
  • Und welche Eigenschaften muss ein Immobilien-Kaufmann haben?
     
  • Projektentwicklungen greifen nachhaltig in das Stadtbild ein. Was kennzeichnet das gedeihliche Zusammenwirken einer Stadt als Genehmigungsbehörde einerseits und einem Investor andererseits, für den sich ein Projekt rechnen muss?
     
  • Muss ein Immobilien-Kaufmann ein Kulturmensch sein, dem es nicht allein um den geschäftlichen Erfolg geht?
     
  • Welchen Einfluss hat der Zeitgeist auf den Immobilien-Markt?
     
  • Woran erkennt man eine Stadt mit hoher Lebensqualität für alle ihre Bewohner? 

An eine Frau in Führungsposition: 

  • Sind Frauenquoten nicht eine Beleidigung lebenstüchtiger Frauen?
     
  • Wie lassen sich die gender-spezifischen Unterschiede zwischen Männern und Frauen in der Gesellschaft von heute beschreiben?
     
  • Hat die Gleichberechtigung zu einer Angleichung der Rollen von Männern und Frauen geführt? Sind die Frauen „männlicher" geworden und die Männer „fraulicher"? Männer dürfen heute weinen!
     
  • Was haben die Männer der traditionellen Rollenverteilung in patriarchalischen Gesellschaften falsch gemacht, so dass es zur Emanzipationsbewegung gekommen ist?
     
  • Welche Elternaufgaben können staatliche Einrichtungen übernehmen und welche nicht?
     
  • Wenn acht Stunden und mehr täglich für den Beruf gebraucht werden, reicht die übrige Zeit zur Erfüllung von Familienaufgaben? 

An eine Frauenärztin: 

  • Die vorgeburtliche Diagnostik ermöglicht, nur Kinder zu gebären, die den elterlichen Vorstellungen entsprechen. Ist das für Sie eine verbindliche Vorgabe?
     
  • Welche gesetzgeberischen Eingriffe in Ihren Beruf akzeptieren Sie nur widerwillig und welche halten Sie für angebracht?
     
  • Welchen medizinischen Fortschritt in Ihrem Fachbereich wünschen Sie sich und welchen halten Sie für bedenklich?
     
  • Welche ethischen Maßstäbe sind für Ihre Arbeit von Bedeutung?
     
  • Ist die befruchtete Eizelle ein menschliches Wesen?
     
  • Welche Ansinnen auf Behandlung lehnen Sie ab?
     
  • Chorleiter klagen seit Jahren über einen Mangel an guten Männerstimmen. Wissenschaftler stellen zunehmend Hormonstörungen fest und sprechen von einer Feminisierung der Bevölkerung. Wird diese Entwicklung in Ihrer Arbeit erkennbar?
     
  • Ist der Umgang mit dem Körper eine individuelle Angelegenheit oder auch sozialen Erfordernissen unterworfen? 

An einen Ex-Lobbyisten: 

  • Wann hören Freundschaftsdienste auf und beginnt Korruption?
     
  • Müssen politisch einflussreiche Personen darauf achten, Verwandte und Freunde aus ihrem Arbeitsalltag fernzuhalten?
     
  • Was sind die Kennzeichen eines Lobbyismus, der Sachverstand der Politik nahe bringt, ohne zu korrumpieren?
     
  • Ist der „der Dumme", der sich an die Vorschriften hält oder der, der sich erwischen lässt?
     
  • Wie soll man mit korrupten Staaten ins Geschäft kommen, wenn nicht mit Bestechung?
     
  • Über Jahrtausende ging Überleben nur per Familie. Muss man nicht auch heute zu einer „Familie" gehören, wenn man am Leben teilnehmen und die Sicherheit haben möchte, die es am Markt nicht gibt? 

An einen Bundesbänker: 

  • Die Herausnahme der Notenbank aus dem Bereich politischer Einflussnahme und Verantwortung gilt als unabdingbar für solide Wirtschafts- und Finanzpolitik. Ist unabhängiger Sachverstand aber nicht doch den subtilen Formen der Willensbildung seitens der Politik ausgesetzt und letztlich verführbar?
     
  • Das Verhalten der Wirtschaftssubjekte wird in großem Maße von Psychologie, also von Vertrauen, von Befürchtungen, Mutmaßungen, Erwartungen und anderen Einstellungen bestimmt. Wie können Sie diese emotionalen Strömungen beeinflussen, so dass es nicht zu irrationalem Verhalten kommt? Muss die Deutsche Bundesbank unabhängig von Volkes Meinung handeln?
     
  • Banken vergeben Kredite aufgrund der Vermögenssituation oder der erwarteten Leistungs- und damit Zahlungsfähigkeit ihrer Kunden. Muss eine Notenbank tatenlos zusehen, wenn die Erwartungen ungerechtfertigt sind?
     
  • Kann und soll die Notenbank mit der Festsetzung des Leitzinses die Wirtschaftspolitik der Regierung, beispielsweise „Ankurbelung der Wirtschaft", unterstützen?
     
  • Dürfen bei der Festsetzung des Leitzinses sozialpolitische Absichten wie „Jedem sein Häuschen" eine Rolle spielen?
     
  • Hat eine Notenbank den Sparern gegenüber außer dem Geldwerterhalt Verantwortung?
     
  • Kommt die Deutsche Bundesbank nicht in Gefahr, weisungsgebunden zu sein, wenn sie die Aufgabe der Bankenaufsicht übernimmt, das Regelwerk der Aufsicht aber von der Regierung vorgegeben wird? 

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