Kreativspiel

 

Lina Prohaska, Wien:

Das Blau des Himmels ist verlockend. Aber bin ich hier unten nicht besser aufgehoben: Geschützt vor den sengenden Strahlen der Sonne? Obwohl ich kein Höhlenmensch bin. Also soll ich mich doch nach oben wagen? Meine Neugier ist groß: Erwartet mich da Wüste? Flaches Land oder Berge? Eine Quelle wäre gut. Sträucher, Bäume, Schattenplätze. Wer nichts wagt, der nichts gewinnt. Auf zur Sonne, zur Freiheit! Aufgepasst: Ikarus ist abgestürzt.

Erich Halgenot, Düsseldorf:

Mein erstes Gefühl war: Ich will raus, will nach oben, will in die Sonne. Dann, bei genauerer Betrachtung, wurde mir klar, dass ich an einem besonderen Ort sein muss. Im Süden, am Mittelmeer, oder auf einer Insel der Kanaren? Die Pflanzen wirken weit südlich. Dann ist der Blick aus dieser Höhle ein Lichtblick. Wohltuende Kühle, spannende Umgebung, Naturhöhle. Vielleicht aber auch Lanzarote mit Manriques genialen Lavabauten? Trotzdem! Nach längerer Betrachtung will ich wieder rauf in die Sonne!

Eva Müller, Berlin:

Kommt vor: Man sitzt in einem dunklen Loch, sieht den blauen Himmel, hat also das Ziel eigentlich vor Augen, und kommt doch einfach nicht raus aus der eigenen Misere. Da hilft manchmal nur eine helfende Hand, die man aus lauter Stolz dann nicht verweigern sollte.

Birgit Stauder, Laubenheim:

Das Blau des Himmels ist eine Farbe, die sehr gut tut. Es ist keine Wolke am Himmel und der Fels zeichnet sich klar ab. Je nach dem worauf man schaut, auf das Blau des Himmels oder auf die Felsen, ergeben sich zwei unterschiedliche Bilder. Das lässt sich auf unser Leben übertragen: Ist das Glas halb voll oder halb leer? Schaffe ich es, auch die andere Perspektive zu sehen? 

Bei den Felsen gibt es oben die dunklen, schattigen Partien und unten die grauen, die wunderbar bewachsen sind. Die Konturen des blauen Himmels könnten auf einer Landkarte ein Meer darstellen oder einen Kontinent. Zwischen den Felsen gibt es dann noch einen kleinen See (rechts im Bild). Es ist ein schönes Bild für Tagträume!

Hubert Gerlach, Arnoldsweiler:

Zwei Welten: Oben das von Licht durchflutete blaue Firmament, unten der von groben Felsbrocken gebildete Eingang einer Höhle. Helligkeit und Dunkelheit, Licht und Schatten stehen sich diametral gegenüber. Von außen betrachtet, wirkt dieser unterirdische Raum geheimnisvoll. Die Neugierde lässt den Mutigen eintreten, um das Innere zu erkunden.

Doch gerne wird er auch wieder aus der gespenstischen Finsternis in den hellen Tag zurückkehren. In Platons Höhlengleichnis können gefesselte Menschen nur Schatten auf einer Wand sehen, die das Licht eines Feuers vor dem Eingang wirft. Der mit einem riesigen blauen Tuch bespannte Himmel birgt sicher noch große Geheimnisse.

Wir aufgeklärten Menschen wissen: Die blaue Farbe beruht darauf, dass die blaue Komponente des weißen Sonnenlichtes am meisten gestreut wird.

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