Kreativspiel

 

Brigitte Litzenberger, Harsefeld:

Das Foto lädt ein zu einer Wanderung. Ich wäre gerne jetzt dort. Und ich frage mich, wie viele tausende von Jahren das Moor wohl gebraucht hat, um zu entstehen. Ich verweile: die seltenen Blumen und Pflanzen. Ein wenig Gänsehaut: Wie ‚einfach‘ man früher Menschen verschwinden lassen konnte, deren Leichen heute gut erhalten gefunden werden. Eine wunderschöne Landschaft, die wir wohl heute erst sehen und zu genießen wissen.

Hubert Gerlach, Arnoldsweiler:

Dieses Moor kenne ich: Das Hohe Venn, ein ausgedehntes Hochmoor am Rand der Nordeifel. Es zeichnet sich aus durch eine eigene Fauna und Flora. Besonders im Herbst zieht es die Wanderer an. Verständlich, wenn man das Foto sieht. Die Sumpfgräser leuchten gelb-braun und das Heidekraut steht in voller Blüte. Da geht einem das Herz auf. Weil diese äußerst empfindliche Landschaft vor dem Zertrampeln geschützt werden muss und weil die Wanderer trockenen und sicheren Fußes die Natur erleben sollen, hat die belgische Naturschutzbehörde Holzstege angelegt. Der Weg sei das Ziel, soll Konfuzius gesagt haben. So ist es hier: Natur in der Schönheit des Herbstes genießen.

Eva Müller, Berlin:

Das Foto vermittelt eine wunderschöne Herbststimmung. Man möchte sich am liebsten sofort die Schuhe schnüren und loslaufen, tief durchatmen und die letzten Sonnenstrahlen genießen. Die Farben und der vorgegebene Weg verzaubern, der einem Moor eigene Geruch betört.

Franz de Jong, Mühlheim:

Über Jahrtausende galten Moorlandschaften als nutzlos: untauglich für Ackerbau, Vieh- oder Holzwirtschaft. Allenfalls gut als Heizmaterial. Und gefährlich war ein Moor auch: Man konnte sich verirren, ertrinken und als Moorleiche enden. Als der Bagger erfunden war, wurden Moore großflächig ‚erschlossen‘. Entwässern, aufforsten, Bauern für die Weidewirtschaft ansiedeln oder ganz abbaggern und als Blumenerde, in Plastiktüten abgefüllt, im Supermarkt verkaufen. Was da an Moor noch übrig geblieben ist, steht jetzt unter Naturschutz. Denn heute wissen wir es besser.

Cláudia Silva, Solingen:

Das ist wunderschöne Natur, die uns auffordert, wahrzunehmen, was natürlich ist: die verschiedenen Pflanzen und die unterschiedlichen Lebewesen. Mögen sie auch noch so klein sein, sie leben und ihr Leben hat einen Sinn. Ich denke, weil auch wir Naturwesen sind und uns als Teil von allem fühlen, spüren wir voller Kraft in einer solchen Landschaft in wunderbarer Weise auch unseren Lebenssinn – und genießen ihn.

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