Kreativspiel

 

Hubert Gerlach, Arnoldsweiler:

Wenn hoch oben auf einem Kabel Schuhpaare an ihren Schnürsenkeln baumeln, kann das erheitern. Witzbolde haben wohl ein Happening veranstaltet und ihre abgetragenen Schuhe entsorgt. An dem Kabel hängen nun aber Dinge, die da nicht hingehören. Für die einen ein Ärgernis, für andere ein originelles Kunstwerk.

Carla Siebenschön, Berlin/New York:

Eilmeldung: Weltbevölkerungsproblem gelöst – Testphase beendet. In ihrer evolutionären Entwicklung ist der Menschheit ein erneuter Quantensprung gelungen. Jeder kann sich jetzt jederzeit dank Psychopharmaka dauerhaft in einen körperlosen Glückszustand versetzen. Damit ist das Problem der Überbevölkerung gelöst. Einige, die von dieser Lösung schon Gebrauch gemacht haben, vergaßen allerdings bei ihrer Verwandlung, ihre Schuhe mitzunehmen.

Brigitte Litzenberger, Harsefeld:

Irgendwie hässlich, aber auch lustig. Wie die ganzen Schlösser, die inzwischen an diversen Brücken hängen. Letztlich ist es Müll, der früher oder später entfernt werden muss.

Eva Müller, Berlin:

Eine ungewöhnliche Sicht, die diese Schuhe genießen dürfen. Ich finde derartige Installationen amüsant und gut für ein schönes Foto. Hoffe natürlich, dass sie nicht nur an ihren kurzlebigen Schnürsenkeln befestigt sind. Denn ein Absturz aus dieser Höhe auf einen ahnungslosen Passanten könnte für diesen schon schmerzhaft sein.

Franz de Jong, Mühlheim:

Walpurgisnacht. Sie haben zu ohrenbetäubender Musik getanzt. Rund um die riesige Säule. Ihre Schuhe waren ihnen lästig. Ein tanzunfähiger Hüne sammelte sie ein und band sie paarweise zusammen. Kleine, wilde Kobolde schnappten sie ihm weg und schleuderten sie in die Höhe: „Hol sie dir doch!“ Aber so sehr er sich auch reckte und sprang, er kam nicht dran. Jetzt hängen sie da oben unter einem wolkenverhangenen Himmel. Nur einer der Tänzer kam zurück mit einer Flinte und hat sich sein Paar heruntergeschossen.

Franziska Schüller, Düsseldorf:

Wenn die Schuhe von Joseph Beuys stammen, dürfte es sich um ein Kunstwerk von ihm handeln. Von der Kunstszene sicherlich gebührend gefeiert und interpretiert als genialer Einfall. Wenn nicht, dann ist es wohl eine sinnlose Verschandelung von Umwelt und Gefährdung von Menschen, falls das Schuhwerk herunterfallen sollte. Vorsorglich müsste das Gefahrgut mit Hilfe einer Feuerwehrleiter entfernt werden.

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