Kreativspiel

 

Hubert Gerlach, Arnoldsweiler:

Eine Freude für die Augen: die Seerosenblätter und die Blüte auf der glatten Wasseroberfläche. Sehen wir nur die schöne Oberfläche? Was ist darunter? Aus was für einer Welt taucht die Pflanze auf? Griechische Mythologie: Eine Nymphe verliebt sich in Herakles, aber der erwidert ihre Liebe nicht; sie stirbt an Herzeleid; dank der Götter findet sie als Seerose zu neuem Leben.

Brigitte Litzenberger, Harsefeld:

Ich bin im Urlaub, flaniere durch einen Schlossgarten, setzte mich unter einen Baum und schaue auf den Seerosenteich. Die Sonne scheint, es ist angenehm warm, nicht heiß. Der ideale Zeitpunkt und Ort einfach mal die Gedanken schweifen zu lassen - und sich zu fragen, ob die royale Familie es zu schätzen weiß, was für ein schönes Anwesen sie hat.

Andreas Chargel, Göttingen:

Es gibt Menschen, die trotz der Tücke des Teichs auch diese schöne Blume haben müssen, um sie zuhause als Dekoration auf den Tisch stellen zu können. Recht geschieht ihnen, wenn sie bei dem frevelhaften Versuch, die Seerose zu pflücken, sich in den Stielen verfangen und in „Seenot" geraten. Dieses friedliche Bild, das zum Verweilen und zur Muße einlädt, ist ein Exempel für Doppelbödigkeit.

Lina Prohaska, Wien:

Das sieht so schön und harmlos aus. Wer möchte da nicht Froschkönig sein! Vertraut mit dem Element. Jederzeit abtauchen können und sich in den Tiefen zwischen den Stengeln der Schönen verbergen. Ist es nicht gefährlich, sich so verführerisch an der Oberfläche zu präsentieren? Kann man dieser schwimmenden Leichtigkeit trauen? Bevor ich die Blume breche, will ich wissen, in was sie sich gründet. Abwarten werde ich: Wird sie sich in der Nacht verschließen oder auch dem Mond entgegenblühen?

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