Führungspositionen verlangen gekonnte Kommunikation

In Unternehmen und Organisationen trifft man auf recht individuelle Formen von Führungsstil. Je nach Charakter, Temperament und Selbst-verständnis nehmen die Chefs ihre Aufgabe irgendwo zwischen autoritär und beteiligend wahr. Viele Führungskräfte lassen sich leiten von Sympathien und Antipathien. Andere orientieren sich an der fachlichen Leistung ihrer Mitarbeiter. Führungskompetenz zeigt sich indes jenseits solcher Vorein-stellungen im souveränen Handeln. Mit gekonnter Kommunikation werden gemeinsam mit den zugeordneten Mitarbeitern dauerhaft Spitzenleistungen erbracht. Ohne sich dabei zu verausgaben oder die Freude an der gemeinsamen Arbeit zu verlieren. Die erschreckend hohen Zahlen zur sogenannten Inneren Emigration von Mitarbeitern in den Betrieben belegen, dass dies nicht allzu oft erreicht wird. 

Geht man den Gründen der Inneren Emigration nach, stößt man meistens auf Chefs im Dauerstress. Kommt ein Mitarbeiter mit einer Frage zu seinem Vorgesetzten, heißt es: "Lassen Sie sich von meiner Sekretärin einen Termin geben." Oder: "Ich komme gleich zu Ihnen." Er kommt aber nicht. "Ich rufe gleich zurück." Tut er aber nicht. Zur Sekretärin: "Sagen Sie ihm, ich würde mich bei ihm melden." Oder: "Sagen Sie, ich wäre nicht da." So äußern sich Führungsversager. Chefs, die gute Fachleute sind, sich selbst aber nicht organisieren und damit auch nicht ihren Führungsbereich organisieren können, die sich weder präzise und zuverlässig mitteilen noch verstehend zuhören können, sind eine Fehlbesetzung. In Chefpositionen müssen fachliche und soziale Kompetenz in der Führungsperson vereint sein. Soziale Kompetenz drückt sich aus im Kommunikationsverhalten.

 
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