Gegenwart und Zukunft

Verben sind es, die einem Text die Zeitperspektive geben. Entsprechend muß ein Verb in die entsprechende Zeitform gesetzt werden. Setzen Sie den folgenden Text (aus: Friedrich Dessauer, Die Teufelsschule, Verlag Josef Knecht), der in der Vergangenheitsform geschrieben ist, in die Gegenwartsform und dann in die Zukunftsform.

"Das Kind war aber wie sein Vater. Es konnte herzlich plaudern und lachen, und es sang und jubilierte. Alles wurde in ihm zur Melodie, die bald heiter, bald traurig durch sein Köpfchen klang. Aber es war auch wie seine Mutter. Von ihr waren die blonden Haare und die blauen Guckäuglein, und auch das Sinnen und Träumen waren von ihr. Wenn sie dann abends am Strande beisammen saßen und die Sonne niedersank und die leichten Wogen gar herrlich in ihrem späten Glanze daherfuhren, dann erzählte die Mutter von ihrer fernen Heimat. Und wenn dann die Sonne fort war und nach kurzer Dämmerung die Sterne kamen und der Mond aufstieg, dann war es erst recht wunderschön. Denn dann leuchteten im friedlichen Meere goldene Bahnen und wogten auf und ab und verschwanden und kamen wieder, und alle zusammen bildeten eine große goldene Straße, die erst da endigte, wo fern der Mond über den Wassern stand. Und manchmal kam des Vaters Schiff, wenn es heimkehrte, durch diese goldene Flut gezogen; dann sah man sein Segel und sah ihn winken, und es war gar stattlich, wie er auf der goldenen Straße nach Hause kehrte."

 
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für Gottes Geist empfänglich macht.